Translate

Samstag, 8. Juni 2013

Nelson + Greymouth

Von Kaikoura sind wir mit dem Bus Richtung Nelson gefahren, so eine wunderschöne Küstenstraße (das war dann mein Ersatz für die verpasste Great Ocean Road ;)). Der erste Stop war ein kleiner Track zu einem Wasserfall, wo einfach so viele kleine süße Robben gespielt haben. Auf den Felsen geklettert, sich gegenseitig geärgert und einfach nur Spaß gehabt, war echt eine Wohltat denen zuzuschauen. :)



Der nächste Stopp war ein supersüßes Café, wo ich zum Mittagessen eine Sweet Potato Pumpkin Soup mit Bacon gegessen habe, echt super lecker. Nach einer halben Stunde sind wir weitergefahren nach Nelson. Währenddessen konnten wir ein Activity Sheet ausfüllen und wir haben einen Abel Tasman Trip für den nächsten Tag gebucht.

In der YHA in Nelson angekommen war ein bisschen Krankenhausatmosphäre am Start, aber super ausgestattet (elektrische Rührstäbe in der Küche, HALLO? :D). Zuerst sind wir mit Britt, einer Niederländerin, die auch immer in unserem Bus ist, zur Kathedrale in Nelson gelaufen, die ganz schön ist. Also jetzt nicht super ultra hammer, aber schön. Danach haben wir uns entschlossen zum Centre of NZ zu laufen. Auf der Karte sah das relativ kurz aus, nur war es ganz oben auf dem Berg und wir sind hochgekraxelt. Hat sich aber gelohnt, super Sicht auf alles. Was mich an dem Tag verwirrt hat und immer noch verwirrt, ist die Tatsache, dass direkt neben einem Tannenwald Palmen stehen. Das passt einfach nicht zusammen :D Dazu noch Weinreben, schneebedeckte Berge plus schöne Strände, das ist einfach falsch :D (werde mich schon noch dran gewöhnen, super schön ist es auf jeden Fall schon mal).





Beim anschließenden Shopping-Trip zum Countdown (der neuseeländische Woolworths) haben wir für's Abendessen eingekauft. Momentan ist der Broccoli so billig und im Hostel wird auch von jedem immer Broccoli gekocht. Bei uns gab es also Broccoli mit Carrot Potato Mash und den anderen Crayfish, den wir noch von Kaikoura hatten, zum Abendessen. Weil wir alle so müde waren haben wir danach nur noch im TV Room „Black Swan“ und „Taken“ angesehen. So viel zum früh ins Bett gehen, um Mitternacht waren wir im Bett und Pick Up war morgens um halb 8.

Dann haben wir uns halt morgens um viertel vor 7 aus dem Bett gequält und unser Frühstück heruntergeschlungen, nachdem wir zu lange geduscht hatten, upsi.

Mit dem Bus ging's zum Abel Tasman National Park, der kleinste und angeblich schönste National Park New Zealands. An der Bootsanlegestelle wurden wir unangenehm überrascht. Anstatt einer komfortablen kleinen Fähre hat ein Motorboot auf uns gewartet. Man hat nicht rausgesehen, wir mussten eine Life Jacket tragen und ich habe beim Einsteigen nasse Füße bekommen, weil die Rampe noch halb im Wasser war. (Es war „easy access ramp“ advertised, und wir mussten Anlauf nehmen um über die Welle auf die ramp zu kommen, so viel dazu :D).




Naja, viel gesehen haben wir vom Boot aus auch nicht, aber ich bin zumindest nicht seekrank geworden. Beim Anlegen war es noch schlimmer und wir mussten alle unsere Schuhe ausziehen und zum Strand waten. War so doof, dass es fast schon wieder witzig war und wir sind 100m bis zur nächsten Toilette auf dem eiskalten Strand „gewandert“.





Wir sind alle zusammen losgewandert durch den National Park und hatten breathtaking views, wirklich wunderschöne Natur, tolle Strände und eine schöne Lunch Break unten am Strand. Laura und ich haben uns mal wieder total verquatscht, sodass die 12km eigentlich dermaßen schnell hinter uns lagen (gefühlt, wir waren nicht besonders schnell unterwegs glaube ich). Nach einem wärmenden Kaffee (Skihütte-Feeling) sind wir mit dem Bus zurück nach Nelson gefahren.










mit Lauras Rucksack vornedran

Laura und ich haben Reis mit Tomatencurry gekocht und danach mit Britt und einem taiwanesischen Typen „Taken 2“ im TV Room angeschaut. Top Film, wenn auch natürlich nicht ganz so gut wie der erste. Früh ins Bett sind wir natürlich wieder nicht, aber das Aufstehen fiel uns nicht sooo schwer am nächsten Morgen.



Die Busfahrt am nächsten Morgen hat uns zu einer Robbenkolonie gebracht, die wir von einem View Point aus ansehen konnten. Laura und ich sind noch weiter gelaufen zu einem Mast mit ganz vielen Richtungsschildern. Es hat geregnet und war eiskalt, aber die harten deutschen Wanderer haben das natürlich ausgehalten! :D Dadurch waren wir mal wieder zu spät wieder am Bus, aber unser Busfahrer, Greg, mag uns, weil wir uns nicht so oft beschweren wie die Engländer :)






Next stop, das selbe Spiel. Raus aus dem warmen Bus, raus in die rauhe Natur bei gefühlten Minusgraden und Regenguss..Das nächste Mal raus aus dem Bus zu einem Strand war das Highlight. :D Wir völlig durchnässt (mein Regenponcho war völlig nutzlos) zum Strand runter geklettert und fast unter einem den Maori heiligen Wasserfall geduscht. Wie gesagt, nur fast, anstattdessen haben wir Chinese Style Fotoshoot gemacht. :D







Last Stop: Über einen Aussichtsweg und ein paar Brücken haben wir die berühmten Pancake Rocks angesehen, die, wie ihr euch schon denken könnte, aussehen wie ein paar gestapelte Pfannkuchen. Wäre wirklich super schön gewesen ohne die Kälte und den Regen, aber so haben wir uns ganz schnell wieder in den Bus verzogen.


Der Stopp für die Nacht war Greymouth, ein verschlafenes Dörfchen, in dem es nicht viel zu machen gab. Unsere YHA war aber so gemütlich, ein Kamin im Aufenthaltsraum, ganz alte Schlösser und es war vermutlich früher ein altes Herrenhaus, so vom Aufbau her. Wir waren nochmal Großeinkauf im „New World“ Supermarkt machen, bevor wir uns eine hammer hammer hammer geile Minestrone gekocht haben. Befriedigt, gesättigt und glücklich haben wir uns 2h im Oma-Bad eingeschlossen und während Laura geduscht hat, hab ich das Bad mit 2 Föns und dem Heizlüfter aufgewärmt (die Dämmung des Hauses war grauenvoll). Ich muss sagen, es hatte bestimmt sommerliche 30 Grad, als wir fertig waren und in den Aufenthaltsraum gegangen sind zum Blogschreiben, Bilder hochladen und Musik hören.

Dienstag, 4. Juni 2013

Auckland – Christchurch – Kaikoura

Mein Flug von Sydney nach Auckland war definitiv ein guter! War doch nicht mit Jetstar, dafür dann richtig mit Quantas. Hatte ein Sektchen zum Gourmet-Mittagessen und Inflight-Entertainment mal wieder am Sitz und nicht für 20 Passagiere ein Minibildschirm, wo dann noch ne Tierdokumentation läuft. So viel dazu, meine Einreise nach Neuseeland lief gut, obwohl ich wegen nicht deklarierter Wanderschuhe fast verknackt wurde.... :D In Auckland hab ich dann auf meinen Jetstar-Flug nach Christchurch gewartet, bin nach dem Final Call ans Gate und wurde 3x gefragt, ob ich mir auch WIRKLICH zutraue, am Notausgang zu sitzen und die vorhergesehenen Maßnahmen im Notfall durchzuführen. Im Flugzeug bin ich aber beim Start eingeschlafen und erst bei der Landung wieder aufgewacht :)



Dann ging der „funny part“ des Tages/der Nacht los. Saß ich im Wartebereich um auf Lauras Flug zu warten, wurde ich geschlagene 5x von verschiedenen Personen gefragt, was ich hier mache. (Mich vergnügen, Zeit am Flughafen genießen, richtig viel Spaß haben, WAS SONST?). Dann wurde ich in die Backpacker-Ecke geschickt, der Bereich in der hinteren Ecke des Flughafens zwischen zwei sich ständig öffnenden Schiebetüren (4 Grad Außentemperatur), wo alle anderen „jüngeren“ Gäste saßen. Sobald eine von uns den Kopf auf ne Sitzlehne gelegt hat, kam schon so eine dicke Frau angerannt, um uns daran zu hindern. Auch das Schild „This is an airport, not an accomodation centre“ hat nicht gerade Lust gemacht, die Nacht da zu verbringen. Auf dem Boden sitzen war auch nicht erlaubt, sodass sich das Netbook aufladen mit meinem wackligen, unterstützungsbedürftigen Weltreise-Adapter schwierig gestaltet hat.
Naja, gut, dass Lauras Jetstar-Flug dann endlich mal um 2 mit 1h Verspätung ankam und wir um 3 am Hostel waren. Die YHA Rolleston in Christchurch war total süß (richtig alt, die konnten nicht mal die Badezimmer im oberen Stock installieren) und wir haben dann ne Stunde unter der heißen Dusche verbracht. Um 4 waren wir im Bett und am nächsten Tag mussten wir um halb 8 schon wieder aufstehen um unseren Bus nach Kaikoura zu bekommen.

Greg, unser Magic Busfahrer hat uns zu seinem Bus gebracht (so komfortabel, richtig viel Platz zwischen den Sitzen und wir waren nur 5 Leute im Bus) und wir sind losgefahren, aus Christchurch raus. Die Landschaft hat mich echt umgehauen. Wir konnten das überhaupt nicht einordnen, auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite schneebedeckte Berge und zwischendrin grüne Wiesen mit Schafen, Pferden und anderen Tieren. Gigantisch! Gegen Nachmittag sind wir in Kaikoura, einem Ort an der Ostküse der Südinsel angekommen. Auf der Fahrt hat Greg für einen Fishing-Trip „geworben“ und wir haben den gleich für 1h später gebucht. Wir haben in der YHA eingecheckt (Zimmer mit Meer- + Bergblick :D ) und sind los zur Tour.

Es ging los damit, dass wir von Jerry, einem der Organisatoren in sein Wohnzimmer zum Tee eingeladen wurden und da erst Mal im totalen Old Fashion Home gechillt haben. Sah echt aus wie noch aus den 70ern, er hat Retro-Musik gespielt und gemeint, wir sollen uns wie zuhause fühlen. Anschließend wurden wir mit seinem Truck zum Strand gefahren und sind dort mit 2 Bootsmännern und 3 anderen Männern auf ein kleines Fischerboot gestiegen. Mit dem Traktor wurden wir ins Meer gefahren und dann konnte es auch schon losgehen. Es war einfach so eine völlig untouristische Atmosphäre. Wir sind erst eine Runde über's Meer gecruist wie auf einer Achterbahn smooth hoch und runter bis wir am Fishing Point ankamen. Wir haben uns mit der Angel immer abgewechselt und wir haben richtig vielen leckeren Fisch gefangen. Unter anderem waren auch kleine Haie dabei, ein Octopus und weiteres Getier, das aber sogleich wieder ins Wasser geworfen wurde. Während mein Arm sich langsam etwas taub vom vielen Kurbeln angefühlt hat, kamen plötzlich 3 oder 4 Albatrosse angeflogen, sind seeflugzeugmäßig auf dem Wasser gelandet und sind um das Boot herumgeflogen und -geschwommen. So schöne Tiere und richtig groß! Der Typ vom Boot hat unsere gefangenen Fische immer gleich filetiert und den Rest den Albatrossen zugeworfen :)










Nach 1 ½ Stunden völliger Entspannung vor einer gigantischen Kulisse sind wir wir wieder losgefahren. Der nächste Stop war am Crayfish-Fangkäfig (eine Art Hummer, nur besser :D), wo wir 4 von den riesigen Teilen gefunden haben. Wieder am Festland angekommen haben wir unseren Anteil des Fischs bekommen und wurden zum Crayfish steamen auf 5 Uhr zu Jerrys Haus eingeladen. Wir wollten vorher noch einkaufen, allerdings war „New World“, der große Supermarkt, ein bisschen außerhalb und es war schon 10 vor 5 als wir mit Einkaufen fertig waren. In unserer Not haben wir dann einfach ein Ehepaar angequatscht, ob sie uns mit ins Städtchen nehmen können. Sie haben ja gesagt und der Punkt „Trampen in NZ“ ist jetzt auch von meiner Liste abgehakt (bisschen gecheated, aber trotzdem :D).

An Jerrys Haus angekommen haben wir erst Mal nen Tee bekommen, haben am Kamin gechillt und dann draußen im Garten den Crayfish gedünstet. Währenddessen hat er uns rohen Lachs und den anderen Fisch schön auf einem Teller angerichtet mit Sesam, Sojasauce und Wasabi, wirklich deluxe Sashimi, so lecker. Außerdem gab es einen richtig guten Weißwein dazu, den er dann auch ein paar Mal großzügig nachgeschenkt hatte. Wir saßen da also mit seinem Kumpel und ihm im Wohnzimmer, haben 50er Musik gelauscht und uns entspannt. Laura und ich haben sogar beide einen kleinen Walzer mit Jerry (er ist etwa 65 Jahre alt) aufs Parkett gelegt, bevor wir uns verabschiedet haben, weil die Herren Rugby im Fernsehen anschauen wollten.









Daheim hat Laura richtig lecker gekocht und wir haben als Vorspeise jeder einen halben Crayfish gegessen. Ich weiß jetzt wirklich, wieso das so eine Delikatesse ist. Achja, für unseren Trip haben wir übrigens 85 NZD gezahlt, das ist eigentlich schon der Preis, den man im Restaurant für Crayfish bezahlt, dazu gab's noch ne Angeltour, massig Fisch, Wein, Sashimi und unvergessliche Erinnerungen. Pretty good value! Hauptspeise war Fisch mit Kartoffeln, Brokkoli und einem leckeren Fischsößchen. Gesättigt sind wir in unser gemütliches Zimmer gegangen und haben dort gechillt. War noch ne andere Deutsche da, die mir erzählt hat, dass einer Freundin von ihr der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin richtig gut gefällt, das hat mich irgendwie weniger ängstlich gestimmt :) Ein bisschen angeschwipst und völlig albern haben wir dann noch mit meiner Mum geskypet, in Deutschland hat's ja trotz Sommer die gleichen Temperaturen wie hier, hihi :D




Um halb 1 haben wir uns dann noch leise auf dem Bett unterhalten und dann kam so eine dumme Asiatin ins Zimmer und hat 5 Minuten später gemeint, ob wir aufhören können zu reden, sie will schlafen. Dachte mir so „Ja nimm dir doch ein Einzelzimmer, dumme Kuh“, aber im Prinzip hatte sie Recht, nur ihr Ton war einfach widerlich. Sind dann aber auch ins Bett und war die richtige Entscheidung. Morgens wurden wir von der aufgehenden Sonne geweckt mit einem hammer Blick über die Bucht Kaikouras und haben Banana-Honey-Wraps gefrühstückt. THE GOOD LIFE :)

Sydney again

Ich bin mittags um 2 mit dem Flieger am Sydney Airport gelandet und straight zur Regent St gelaufen, wo noch etwa 5 Kilo weiteres Gepäck im Schrank auf mich gewartet haben. Hab noch Kimiko und Kana haben mich noch über meinen East Coast Trip ausgequetscht, nochmal die Heizun gepriesen, die ich ihnen geschenkt hatte und mich anschließend ausgelacht, weil mein Gepäck überdimensional war. Das war krass, die Wohnung das endgültig letzte Mal zu verlassen :'( Hallelujah, danach bin ich vollbepackt zum Hostel gelaufen. Die George St bis zum World Square kam mir noch nie so lang und steil vor, das könnt ihr mir glauben. Check-In hat prima geklappt und bin gleich los, um mich mit Laura und Steffi zu treffen. 

Nach absolut geilem und super billigem Sushi bei unserem Stammschnellimbiss am Martin Place sind wir gestärkt zum Circular Quay gelaufen (die anderen 2 sind gefahren, ich bin mehr so gerannt :D) und haben die Fähre nach Manly genommen. Wir saßen dieses Mal am hinteren Ende und ich frage mich, wieso ich auf die Idee nicht schon vorher gekommen bin. Die Sonne ist gerade unter gegangen und wir haben die komplette Skyline gesehen, das war schön :) Und bei der Rückfahrt haben wir die „Vivid-Sydney“- Show im Circular Quay gesehen, die haben die Oper mit Motiven angestrahlt (Tiermotive, Zebra, Leopard etc), die Häuser wurden farbig bestrahlt und es war eine richtig geile Atmosphäre.





Anschließend wollten wir noch die Show im Darling Harbour anschauen, die war aber leider schon vorbei und so ist jeder in sein eigenes Hostel gegangen um sich für den letzten (wirklich letzten!!) Abend in Sydney zu richten. Um 9 haben wir uns bei mir im Hostel getroffe und mit Tassen auf dem Hostel-Boden gechillt. Nachdem wir uns über sämtliche weibliche Probleme ausgetauscht hatten, ist plötzlich aus dem oberen Bett ein Kopf aufgetaucht. Der Kerl war deutsch und hatte vermtulich das Entertainment seines Lebens da oben :D Naja, also gut, hat er halt auch ein bisschen Alkohol abbekommen und ist dann mit uns ins 3 Wise Monkeys. Obwohl es Donnerstag war, war irgendwie nicht so viel los und wir sind nach einer guten Stunde zur Cargo Bar gelaufen. Dort saßen wir dann in der Lounge, in die wir schon immer mal rein wollten, und haben uns ein schönes großes Weinglas gegeben :D 









Irgendwann sind wir dann heimgegangen, Laura und Steffi früher, ich mit dem Typen später (nicht so wies klingt) und haben uns zum Frühstück bei ihrem Hostel für morgens um 8 verabredet. Da war ich dann auch und wir waren alle komplett zerstört :D War trotzdem ein schöner letzter Tag/Abend in Sydney und als ich für den Airport abgeholt wurde, da konnte ich das noch gar nicht wirklich begreifen, dass es wirklich das letzte Mal für die nächsten paar Jahre sein würde.

Cairns

Den letzten Tag in Airlie Beach haben wir überwiegend im Bett verbracht und sind nur kurz zum Abendessen kochen rausgekrochen :D Am nächsten Tag mussten wir „früh“ raus, um unseren 9.30am Bus zu bekommen. Kristin und Fra sind mit dem Greyhound gefahren, Nicola und ich mit dem Premier. Also gut, hatten wir also 10h Busfahrt vor uns. 
Nicola wäre fast verhungert, weil sie den 10.30am Stopp verschlafen hat und der nächste Stopp um Essen zu kaufen erst 6h später war :D Wir hatten ziemlich viele Baustellen auf dem Weg und sind letztendlich mit einer halben Stunde Verspätung in Cairns angekommen. 

Bin zu meinem Hostel gelaufen, war ein gutes Stück und hab mich gleich in die vielen kleinen Restaurants und den Nightmarket verliebt. Echt richtig guter erster Eindruck. Im Hostel war ich dann nur noch einchecken und bin sogleich ins Bett gefallen, da am nächsten Morgen mein „Ocean Freedom Cruise“ schon auf halb 8 angesetzt war. Bin dafür auch ganz gut aus dem Bett gekommen und fand mich eine halbe Stunde später mit 30 anderen Leuten beim Check-In für das Boot wieder. Wir haben uns alle erst Mal einen Kaffee geholt, um etwas warm zu werden, weil es leider geregnet hat. Die Crew auf der „Ocean Freedom“ hat das aber wieder wettgemacht und uns aufgemuntert. Wieder hatten wir einen Namen doppelt, dieses Mal waren es zwei Robs statt zwei Daves :D Hab außerdem mit ein paar Engländern gequatscht, weil einfach wieder massiv viele deutsche Mitbürger an Bord waren und ich die alle seltsam und behindert fand (entschuldigt meine Wortwahl). Nach einer 1 ½ stündigen Fahrt, die ziemlich bumpy war, ich aber dank an Board vorhandenen seasickness-tablets überlebt habe, sind wir am Upolu Cay, unserem Dive Reef angekommen. Der erste Dive war PHÄNOMENAL. Wir waren nur 2 Divers mit Certification plus unser Guide. Wir haben glaub ich fast alles gesehen, was das Meer so zu bieten hat. 3 massive Schildkröten, eine große Seeschlange, wir haben Seegurken angefasst, riesige Sea Clams gesehen (So Muscheln, die innen weich und fleischfressend sind) und zum Abschluss noch einen riesigen Barracuda in einem Fischschwarm. Der sah ziemlich gefährlich aus, unser Guide hat uns aber vorher schon beruhigt, dass der nichts macht. Außerdem haben wir ziemlich viele Fischschwärme gesehen, unzählige bunte Korallen, die kleinen Tannenbäumchen, die sich zusammenfahren, wenn man sie anfasst und riesige eklig aussehende Tarnfische. Das einzige, was gefehlt hat, war ein Hai (hatte ich ja schon in Sydney gesehen, daher nicht so schlimm) und wir haben keinen einzigen Rochen gesehen... 






Nach dem Dive haben wir uns in die Sonne geknallt, die inzwischen zum Glück rauskam und nach einer Stunde ging es schon weiter mit dem zweiten Dive. Der war etwas ereignisreicher, zuerst hat meine Maske dermaßen geleakt, dass mir mein Guide seine gegeben hat und meine Gammelbrille dafür aufgesetzt hat :D Nach 20 Minuten ist meinem Dive Buddy schon die Luft ausgegangen und er hat gesurfaced, ist also an die Oberfläche zurück. Ich war dann noch 20 Minuten mit meinem Guide unten, wir haben paar Purzelbäume und allen Scheiß gemacht :D Hatte einen Seestern auf der Hand, der sich festgesaugt hat, haben eine fette Krabbe gesehen sowie diese sich zusammenziehenden 1 ½ Meter Muscheln angefasst. Ich hatte immer total Schiss, dass ich mich irgendwo verletze und wisst ihr, wo ich mich dann verletzt habe? Beim Leiteraufstieg aufs Boot :D Okay, nicht richtig, hab mir nur zwei Zehen eingeklemmt, die jetzt blau sind, weil das Meer so stürmisch war. Dann gab es den heiß ersehnten Luxus-Lunch! Wir hatten frische Krabben (all you can eat, was wir auch ernst genommen haben :D), Süßkartoffelsalat, Risotto, Allerlei Wurst, Räucherlachs, Brot, Hühnerschenkel etc. : ) 




Haben glaube 2h lang gegessen bevor wir einen kurzen Trip mit dem Glass-Bottom-Boat gemacht haben. Der Typ hat uns einiges über's Reef erzählt, viel gesehen hat man durch den Glasboden aber nicht, weil es eben so stürmisch war und der Sand ziemlich aufgewühlt. Anschließend sind wir mit dem großen Boot zu einer anderen Location gefahren, wo einige nochmal schnorcheln waren, während ich ganz oben auf dem Schiff meine Bräune ausgebaut habe. Die Farben von oben waren sensationell, richtig viele Blautöne, von hellblau über türkis bis dunkelblau. Gab dann zwischendurch nochmal Snacks und dann haben wir uns auch „schon wieder“ auf den Heimweg gemacht. Ich saß auf der mittleren Etage und bin sowas von pitschnass geworden, weil das Meer so hochaufgeschäumt war, wenn wir durchgebraust sind. Fands aber ganz witzig, hatte ja nur nen Bikini an und die Sonne war auch draußen, von dem her ging's. Irgendwann, als die Sonne sich in der Nähe von Cairns verzogen hat, hab ich dann aber aufgegeben und bin gerade rechtzeitig zur Käse und Cracker Pause gekommen :D Gab anschließend, als wir in den Hafen eingelaufen sind, sogar noch Kuchen. Unsere Crew hat den Trip echt unvergesslich gemacht, so geile Typen und Mädels! Mein Dive-Guide war auch echt lässig, halbschwarzer Kerl mit langen Dreadlocks und dem ultimativen Chiller-Lifestyle :) 


Bin nach dem Trip zum Hostel zurück, habe erst Mal meine Übernachtungen bezahlt und bin einkaufen gegangen. Nach dem Abendessen wollte ich eigentlich nochmal ins Städtchen laufen, mein kurzes Schläfchen hat sich aber leider bis zum Morgen gezogen :D Da bin ich dann relativ früh losgegangen, Richtung Shopping Mall Cairns. Ich war 5h lang einkaufen, was das Zeug hielt und hab dann dafür anschließend bestimmt 10 deutsche Shirts weggeschmissen. 

Habe mich um halb 5 mit Coleen (die ich in Sydney kennengelernt hab) zum Kaffee getroffen. Christina kam später noch dazu und wir waren ne Runde im Woolshed und im Gilligans (die 2 favorisierten Backpackerpubs/clubs), obwohl ich wirklich unmotiviert war. War ganz gut, aber nicht so DER Hit, weil im Gilligans komische Box-Action am Start war und keine richtige Musik kam und im Woolshed hatten sie Wet-T-Shirt-Contest, ganz zur Freude der männlichen Mitbevölkerung :D Hab mich gefühlt wie im Zoo, ehrlich! Danach war die Musik ganz gut, aber mein Alkoholpegel war in der Zwischenzeit wieder auf Null und ich bin um halb 2 mit den Mädels heimgelaufen. Am nächsten Morgen hab ich mein Zeug gepackt (hab es auf 13kg runtergeschafft, verdammt, hätte doch nicht dreilagig anziehen müssen :D) und bin mit dem Airportshuttle zum Flughafen. Der Check-In war nach 10 Minuten komplett erledigt und dann musste ich nur noch am Gate auf meinen Flieger warten. Hatte unglaubliche Vorfreude auf Laura und Sydney allgemein, hat sich angefühlt wie heimfliegen :)